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HORÁCKO - DIE ÖKOLOGISCHE MIKROREGION

 GESCHICHTE

 BESIEDLUNGSBEGINN

Die ältesten Belege der Besiedlung des Gebiets der heutigen Mikroregion Horácko stammen aus dem Paläolith. Die historischen Befunde aus diesem Gebiet belegen das Leben in verschiedenen historischen Perioden. Die zahlreichsten Befunde stammen aus dem Neolithikum. Es wurden jedoch auch Gegenstände aus dem Paläolith, Eneolithikum und aus der Bronzezeit gefunden. Manche Gegenstände stammen auch aus der slawischen und römischen Zeit.

 ERSTE ERWÄHNUNGEN DER SITZE

Die älteste Erwähnung der Sitze in diesem Gebiet befindet sich in der Abschrift der Gründungsurkunde des Třebíčer Klosters aus dem Jahr 1101, wo eine Menge Dörfer erwähnt sind, von denen manche heute dem Gebiet der Mikroregion angehören.
Dieses Dokument wurde im Jahre 1115 zum Nachtrag des Textes der Kosmas Tschechenchronik beigefügt. Von Gründung des Benediktinerklosters in Třebíč entschieden die mährischen Fürsten Oldřich Brněnský und Litolt Znojemský. Diese beschenkten das Klosten in den Jahren 1101 bis 1104 mit vielen Orten, von denen heute auch viele die Gemeinden und Dörfer der Mikroregion Horácko darstellen.
Manche Dörfer sind schon untergegangen.

 GRÜNDUNG WEITERER SITZE

Bis Ende des 14. Jh. sind schon Erwähnungen von allen Sitzen der heutigen Mikroregion ausgenommen Klementice bekannt. Zu Ende des 18. Jh. war dieser Sitzstand im Prinzip gleich wie heutzutage.
Die politische Teilung schwankte in jener Zeit erheblich. Im Prinzip kann man sagen, dass das Gebiet in zwei Bezirke unterteilt war: Das Herrschaftsgut Náměšť gehörte der Region von Znojmo an, die Herrschaftsgüter Budišov, Třebíč und Velké Meziříčí gehörten der Region von Jihlava an.

 VERWALTUNGSTEILUNG IN DER ZEIT DER ÖSTERREICHISCHEN MONARCHIE

Während die Bezirksteilung im Prinzip ohne Änderung geblieben ist, entstanden nach dem Jahr 1855 Hauptmannschaften, aus denen Gerichtsbezirke gebildet wurden, die zu politischen Bezirken verbunden wurden.
Damals gehörte das Gebiet der heutigen Mikroregion vier Gerichtshöfen an: dem Bezirk von Třebíč (Region von Jihlava) und Náměšť (Region von Znojmo), die den politischen Bezirk von Třebíč bildeten, und weiter dem Bezirk von Velké Meziříčí (Region von Jihlava) und dem Bezirk von Velká Bíteš (Region von Znojmo), die den politischen Bezirk von Velké Meziříčí bildeten. Diese Gerichtsbezirke waren im Prinzip bis 1948  funktionsfähig.

 ENTSTEHUNG NEUER REGIONEN

Im Jahr 1949 entstanden neue Regionen und Bezirke. Die Bezirke von Třebíč und Velké Meziříčí blieben in der Region von Jihlava, deren Gebiet neu abgegrenzt wurde. Eine neue Teilung erlebte auch die Region von Brno, in die der Bezirk von Velká Bíteš eingegliedert wurde, der auch das Gebiet des ehemaligen Bezirks von Náměšť umfasste. Gleichzeitig ist auch die historische Landesgrenze Mährens untergegangen.

 NEUE TEILUNG DER SOZIALISTISCHEN TSCHECHOSLOWAKEI

Mit Entstehung der Tschechoslowakischen sozialistischen Republik wurden im Jahr 1960 Regionen neu verbunden und aufgeteilt. So gehört die heutige Mikroregion dem Bezirk von Třebíč der damaligen Region von Südmähren mit Sitz in Brno an. Die Liquidation der Landesgrenze Mährens wurde endgültig bestätigt.
Nach dem Jahr 1972 verlief die sog. Integration der Nationalausschüsse und der Gemeinden, wobei mehrere Gemeinden von örtlichen Nationalausschüssen in den sog. Zentrengemeinden verwaltet wurden.

 ÄNDERUNGEN NACH DEM STURZ DES KOMMUNISTISCHEN SYSTEMS

Das Jahr 1989 brachte den Verfall der künstlich gebildeten Beziehungen, und die integrierten Gemeinden machten sich selbstständig. Es entstanden auch neue oder alt-neue Gemeinden Hroznatín, Kojatín, Třesov und Valdíkov.
Durch den Untergang der Regionalen Nationalausschüsse wurden Regionen aufgelöst, aber viele staatliche Organisationen sind auch weiterhin in der Gebietsanordnung der ehemaligen Regionen tätig. Im Jahre 2000  entstanden neue Regionen, wodurch der Bezirk von Třebíč in die Region von Jihlava kam, die später zur Region von Vysočina umbenannt wurde. Die ursprüngliche Landesgrenze Mährens wird wahrscheinlich nie mehr wiederhergestellt.
Im Verkehr mit der Europäischen Union werden jedoch die neu gebildeten Regionen zu klein sein, so dass es wahrscheinlich notwendig sein wird, wegen Auslandsverkehr größere Ganzen zu bilden, in unserem Fall wahrscheinlich durch Verbindung der Regionen von Vysočina und von Brno.

 ENTSTEHUNG DER MIKROREGION

Am 6.  Januar 1999 entstand in Budišov das Projekt der Mikroregion, die mehrere Gemeinden im Interesse des gemeinsamen Vorgehens bei Projektierung und Realisierung von Aktionen verbinden würde, die die Zusammenarbeit von benachbarten Gemeinden voraussetzen. Das Projekt wurde am 12. Februar 1999 in Vladislav genehmigt.
Die Teilnahme der einzelnen Gemeinden an der Mikroregion wurde auf Sitzungen der Gemeindevertretungen bewilligt. Die Gründung der Mikroregion verlief auf der Sitzung in Budišov am 21. April 1999.
Am 7. Mai 1999 wurde der Verein Horácko – die ökologische Region ins Register der Vereine der juristischen Personen am Bezirksamt in Třebíč eingetragen.
Auf der Sitzung in Budišov am 11. November 1999 wurde in die Mikroregion die Gemeinde Zahrádka aufgenommen.

 UNTERGANG DER BEZIRKSÄMTER

Vom 1.  Januar 2003 wurde die Mikroregion zwischen 3 beauftragte Stadtämter (Třebíč, Náměšť nad Oslavou und Velké Meziříčí) unterteilt. Die Teilung des Zuständigkeitsbereichs der Matrikeln und der Bauämter blieb bisher unverändert.

 GEOGRAFIE

 LAGE DER MIKROREGION

Die Mikroregion Horácko befindet sich in der Tschechischen Republik. Region von Vysočina, Bezirk von Třebíč. Das Gebiet erstreckt sich zwischen den Städten Třebíč, Náměšť nad Oslavou und Velké Meziříčí.
Sie nimmt den Raum ein, der mit einem geographischen Netz mit den folgenden Koordinaten begrenzt ist:
15°52'43" - 16°09'30" östliche Länge von Greenwich
49°09'20" - 49°20'01" nördliche Breite
Die ehemalige Regionalstadt Brno liegt 45 km nach Osten, 145 km nordwestlich befindet sich die Hauptstadt Tschechiens Prag. Der nächste Nachbarstaat ist Österreich, das Land Niederösterreich. Die nächste Metropole ist Wien.

 VERWALTUNGSTEILUNG

Die ganze Mikroregion gehört territorial in den Bezirk von Třebíč, teilt sich in 28 Gemeinden und 33  Katastergebiete und umfasst 33 Sitze (Dörfer).
Seit dem 1.1.2003 wird sie von den beauftragten Stadtämtern in Třebíč, Náměšť nad Oslavou und Velké Meziříčí verwaltet. Das Gebiet wird von 3  Bauämtern – Budišov, Náměšť nad Oslavou und Třebíč verwaltet. Matrikeln werden an den Gemeindeämtern in Budišov, Rudíkov, Tasov, Vladislav und Stadtämtern in Náměšť nad Oslavou und Třebíč geführt.

 BEVÖLKERUNG

In den 33 Sitzen der Mikroregion leben insgesamt 9 494 Bewohner (Zensus 2001), davon
4 734 Männer (49,9%).
Die meisten Bewohner leben in Budišov, 1 166. Von den Gemeinden ist Vladislav (einschließlich Hostákov und Střížov) am volkreichsten, 1 225  Bewohner.
Die wenigsten Bewohner leben in Klementice 31, von Gemeinden in Přeckov 64. Die Hausanzahl in der Mikroregion beträgt 3 140,
die meisten in Budišov 380,
die wenigsten in Klementice 19, von Gemeinden in Přeckov 27. 
Die durchschnittliche Bevölkerungsdichte sind 44,4 Bewohner/km2,
die größte in Vladislav 159,2 Bewohner/km2,
die kleinste in Přeckov 13,9 Bewohner/km2.
Zur tschechischen Nationalität melden sich 82,3% Bewohner,
die meisten in Vlčatín 96,6%, die wenigsten in Třesov 61,4%.
Zur mährischen Nationalität melden sich 13,0% Bewohner,
die meisten in Třesov 38,6%, die wenigsten in Vlčatín 1,4%.
In der ganzen Mikroregion leben 15 Ausländer (0,2%).

 AUSDEHNUNG

Die Mikroregion von Horácko erstreckt sich auf einer Fläche von 214,02 km2. Tasov hat das größte Katastergebiet – 13,71 km2, von Gemeinden ist das Vladislav (einschließlich Hostákov und Střížov) - 18,50 km2, Klementice hat das kleinste Katastergebiet – 0,65 km2, von Gemeinden ist das Kozlany - 3,12 km2.
Die Teilung der Typen der Grundstücke (Kulturen) ist im Gebiet der Mikroregion wie folgt:
Grundstückstype Ausmaß ha ... am meisten am wenigsten
Ackerboden 118 61  Tasov 800 Klementice 25 
Gärten und Obstgärten 2 74  Budišov 41 Vaneč 2 
Wiesen 13 20  Tasov 103 Klementice 1 
Hutweiden 3 76  Trnava 32 Kozlany 0 
Wälder 54 47  Studenec 329 Okarec 30 
Wasserflächen 5 83  Koněšín 58 Číměř 0 
bebaute Flächen 2 25  Budišov 22 Klementice 1 
sonstige Flächen13 02  Trnava 91 Klementice 1 

 BERGKUNDE

Das Gebiet befindet sich im Bergland Českomoravská vrchovina. Im Norden teilt sich sein Teil Křižanovská vrchovina in das Bergland Bítešská vrchovina im Osten und das Bergland Brtnická vrchovina im Westen.
Im Süden erstreckt sich das Hügelland Jevišovická pahorkatina, dessen Ostteil aus dem Hügelland Znojemská pahorkatina und der Westteil aus dem Kesseltal Jaroměřická kotlina besteht.
Der höchste Punkt der Mikroregion ist der Hügel Na Bučných im Katastergebiet Hroznatín – 640 m – im Bergland Bítešská vrchovina.
Der niedrigste Punkt ist der Fluss Oslava an der Markscheide der Katastergebiete Zahrádka, Ocmanice und Naloučany – 369 m.

 GEOLOGIE UND PEDOLOGIE

Der Nordteil des Gebiets besteht nahezu vollständig aus paläozoischem amphibolitisch-biotitischem Granit, nur in der Umgebung von Rudíkov kommen Pleistozänlößböden vor. Im Süden der Mikroregion sind moldanubische Gesteine – Amphibolite, Serpentine und Migmatite vertreten, durchdrungen mit paläozoischen Graniten und Pleistozänlößböden.
In der Umgebung von Hostákov und Valdíkov sind Fundstellen von quarzhaltigen Gängen (Amethyst, Rauchquarz), bei Hostákov Wolframerz und schwarzer Turmalin. Bei Vladislav, Číměř und Střížov kann man auch Moldausteine finden. Auf dem überwiegenden Teil des Gebiets kommen gesättigter brauner Boden und Braunerde, in der Umgebung von Vladislav und Koněšín auch Pseudogley vor.

 WASSERKUNDE

Das Gebiet der Mikroregion wird durch Bäche entwässert, die in zwei Flüsse münden – Jihlava im Südwesten und Oslava im Nordosten. So bilden sie das Quellgebiet der Flüsse Dyje, Morava und Donau, und damit das Einzugsgebiet des Schwarzen Meers.
Der längste Wasserlauf auf dem Gebiet der Mikroregion ist der Bach Mlýnský potok – 12,5 km, wenn man den vom Stausee Dalešice überströmten Fluss Jihlava nicht zählt.
Im Gebiet fehlen Naturseen, es gibt hier jedoch einige kleine Stauseen und vor allem sehr viele Teiche – der größte ist Dubovec im Katastergebiet Častotice, Gemeinde Zahrádka – 31,2282 ha.
Die größte Wasserfläche in der Mikroregion ist jedoch der Stausee Dalešice – 146,5278 ha, dessen Gesamtfläche 480 ha beträgt.

 KLIMA

Die Mikroregion gehört ins mäßig warme klimatische Gebiet. Es überwiegt die westliche bis nordwestliche Windrichtung.
Die durchschnittliche Temperatur im Januar beträgt -2 bis -3°C, im Winter gibt es 110 bis 130 Frosttage, im Nordwesten bis 140 Frosttage. Im Juli schwankt die durchschnittliche Temperatur zwischen 17 und 18°C, im Nordwesten nur um die 16°C, die Anzahl der Sommertage beträgt 40 bis 50, im Nordwesten nur 30 bis 40. 
Die Niederschlagsumme in der Sommersaison beträgt 350 bis 450 mm, in der Wintersaison 200 bis 300 mm. Die durchschnittliche Jahressumme in Budišov beträgt 610 mm Niederschläge. Es gibt 60 bis 80 Tage mit Schneedecke, im Süden nur an die 50, im Nordwesten bis 100. 

 PFLANZENWELT

Im Nordwesten und in der Umgebung von Tasov kommt herzynische Flora mit überwiegenden Nadelwäldern vor. Die panonische thermophile Flora in den Flussgegenden besteht auch aus Laubwäldern, teilweise kommen auch Waldsteppen und Steppen vor.
Die Vegetationsstufe hat im nordwestlichen und nordöstlichen Teil Vorgebirgscharakter, anderswo hat sie höheren Hügellandcharakter, in der Umgebung des Stausees Dalešice niedrigeren Hügellandcharakter.
Bei Trnava auf dem Hügel Kobylinec kommt die Osterblume auf der nördlichen Grenze ihrer Verbreitung vor.
Die am meisten verbreiteten Pflanzen sind hier leider Heckenrosen, Brombeeren und Brennnesseln. Hier ist der Mensch der Natur viel schuldig, besonders im Gebiet der Walderhaltung, wo nur sehr erfahrene Pilzsammler noch etwas finden können.

 TIERWELT

Im Gebiet kann man drei Biotypen begegnen – Wälder der mittleren und höheren Lagen, Kulturlandschaft und Teichgebiet.
Im Nordwesten findet man Wälder der höheren Lagen mit Lichtungen, Bächen und nassen Wiesen. Hier kommt die für Wälder typische Fauna vor, besonders Hasen, Rehe, Füchse, Igel u.ä. vor. Im mittleren Teil sind es Kulturzonen mit niedrig gelegtem Teichgebiet. Hier gibt es zahlreiche Nagetiere, es leben hier Fasane, man kann auch Störchen und Reihern begegnen. Ein typischer Raubvogelverteter ist der Bussard. Auf der ganzen Fläche sind geringe Steppengebiete mit typischer Fauna – Eidechsen, Nattern, Ottern u.ä. zerstreut. In den sehr zahlreichen Teichen und im Stausee Dalešice gibt es viele Fische, besonders Karpfen und Hechte, und in der Teichumgebung eine Menge Wasservögel, Binsenrallen, Enten und Schwäne. Im Gebiet sind viele Insektarten verbreitet. Es sind leider fast völlig die früher zahlreiche Maikäfer verschwunden. Man kann hier fast keine Krebse mehr finden, die Stände der Hummel, Eidechsen, Rebhühner, Frösche, Molche und weiterer Arten reduzieren sich. Man muss dem Naturschutz erhöhte Aufmerksamkeit widmen.

 BESCHREIBUNG

 DENKMÄLER

Die Gemeinden der Mikroregion sind reich an kleineren Bau-, Kultur- und Naturdenkmälern, zerstreut in der Landschaft und in den bebauten Gemeindegebieten.
Die häufigsten Kulturdenkmäler sind hier, wie auch anderswo in Südmähren, Kirchbauten und religiöse Artefakte. Es gibt hier 9 Kirchen, einige Kapellen, fast in jedem Sitz gibt es ein Bildstock oder Marterl, häufig sind Kreuze. In Budišov, Tasov und Vladislav kann man auch Statuen und Figurengruppen finden, stellenweise sieht man auch Friedenskreuze oder -steine.
Weltdenkmäler findet man in der Mikroregion auch. In Budišov steht ein Schloss mit einem Museum, in Tasov, Kozlany und Hartvíkovice gibt es Burgruinen, in Nárameč und Pyšel ziemlich erhalten gebliebene Festungen; in manchen Sitzen gab es weitere Festungen, nach welchen jedoch nicht viele sichtbare Spuren übrig geblieben sind.
Aus Naturdenkmälern sollten der Wilson-Felsen bei Hartvíkovice und die Naturschöpfung Kobylinec bei Trnava mit Vorkommen der Osterblume erwähnt werden. Im ganzen Gebiet kommen malerische Felseninseln vor, bei Tasov gibt es auch ein interessantes felsiges Bachteil, bei Kojatín ist ein sehr malerischer Felsensee.

 DIENSTLEISTUNGEN

Im Gebiet ist der private Dienstleistungssektor entwickelt. In jedem größeren Sitz gibt es eine Gaststätte oder ein Restaurant, die jedoch meistens nur in den Abendstunden im Betrieb sind.
Essen kann man in Budišov, Vladislav, in der Weinstube „U Vanče“, im Rasthof „U Okarce“ und teilweise auch in Tasov.
Hier gibt es auch eine Konditorei. In Zahrádka kann man nonstop Gebäck kaufen. Die meisten Sitze sind mit Lebensmittel- oder Mischwarengeschäften ausgestattet, sonstige Waren kann man nur in größeren Gemeinden kaufen. In allen Sitzen sind zahlreiche Handwerker tätig. Die Dienstleistungen sind ausführlich auf den Seiten der einzelnen Gemeinden beschrieben, hier sind besonders die Verpflegungsmöglichkeiten und einige interessante Dienstleistungen angeführt. Gleichzeitig sollte man die Dienste der Tschechischen Post erwähnen, die in ausgewählten Gemeinden geleistet werden.

 GESUNDHEITSWESEN

Um die Gesundheit pflegen in größeren Gemeinden Privatärzte. Ernsthafte Fälle müssen in Krankenhäuser in Třebíč, bzw. in Mostiště eingeliefert werden.
Polikliniken stellen ärztliche Pflege in Budišov und in Vladislav sicher, in manche Gemeinden fahren Ärzte nur an einigen Tagen in der Woche. Eine Apotheke gibt es in Budišov. Es ist auch Tierarztdienst sichergestellt.

 UNTERNEHMUNGSTÄTIGKEIT

In der Mikroregion ist vor allem die Landwirtschaft entwickelt. Die Industrie ist weniger vertreten, es handelt sich durchwegs um kleinere Privatbetriebsstätten.
Es sind hier landwirtschaftliche Genossenschaften und weitere Pflanzen- oder Tierproduktionsstätten und –betriebe tätig. Auch Privatlandwirte wirtschaften hier. Es werden besonders Kartoffeln, Roggen und Gerste angebaut, stellenweise auch Mais, oft Raps, verbreitet sind Futterkultur und Hülsenfrüchte. Aus Tierproduktion geht es vor allem um Schweine-, Rind- und Geflügelzucht einschließlich Enten, in Kojatín und Rohy werden Pferde gezüchtet. Im Gebiet ist Fischzucht verbreitet.
Im Gebiet sind mehrere Organisationen einschließlich Státní lesy (Staatswälder) tätig, die sich mit Walderhaltung und Holzförderung befassen. Sonst sind Wälder vielerorts in der Pflege von Privatpersonen.
Die Industrieproduktion konzentriert sich besonders in die größten Gemeinden der Mikroregion – Budišov und Vladislav. Anderswo ist sie weniger entwickelt.

 TRANSPORT

Das Gebiet überschneiden zwei Eisenbahnstrecken, und es gibt hier ein dichtes Straßennetz, aber die Fahrbahnqualität ist nicht sehr befriedigend. In der Mikroregion gibt es bisher keinen Flugplatz.
Der Eisenbahntransport ist durch die Strecke Nr. 240 Brno – Havlíčkův Brod mit Haltestellen Studenec und Vladislav mit sämtlichem Eisenbahnverkehr vertreten. An diese Strecke schließt in Studenec die Strecke Nr. 252 nach Křižanov mit Haltestellen Pozďatín, Kojatín, Budišov, Rudíkov, Vlčatín und Oslavička an. Hier betreiben die České dráhy (Tschechische Eisenbahnen) nur Personenverkehr. Den Güterverkehr stellt nur zeitweiliges Verschieben aus Studenec nach Budišov dar.
Das Straßennetz ist relativ dicht. Auf die Straße 1. Klasse aus Brno nach Třebíč (die Länge im Gebiet 12 km) und auf die Autobahn in Tasov (sie überschneidet die Mikroregion in einer Länge von ca. 200 m) schließt das Straßennetz 2. Klasse in einer Länge von 44 km und 3.  Klasse in einer Länge von 105 km an. Manche Gemeinden sind mit örtlichen Wegen verbunden, die man für Transport zwischen Gemeinden ausnützen könnte. Die Straßenqualität im Gebiet ist nicht sehr gut, die meisten davon können eher für befestigte Wege gehalten werden. Für einen hochwertigen Transport wird man ein hochwertiges Straßennetz aufbauen müssen.
Der Bustransport wird von den Firmen Trado-Bus aus Třebíč, ZDAR Žďár nad Sázavou, BOS, s.r.o., Velká Bíteš und von einigen privaten Verfrachtern sichergestellt. Haltestellen gibt es in allen Sitzen, stellenweise auch bei Weilern. Man wird jedoch die Strecken optimieren müssen, um den Transport der Bewohner mit Minimalkosten sicherstellen zu können. Dies wird eine Aufgabe der ganzen Region sein.
Treibstoffe werden von zwei Tankstellen sichergestellt – in Budišov und am Bahnhof in Studenec.

 TOURISMUS UND ERHOLUNG

In der Mikroregion prädominiert Wandern, und es entwickelt sich Fahrradsport. Im Gebiet wird ein Fahrradwegnetz aufgebaut. An einer größeren Entwicklung des Motortourismus, besonders des ausländischen, hindert zurzeit ein Mangel an Unterkunftskapazitäten.
Das Wandern ist mit ca. 70 km markierten Wanderwegen vertreten, die der Klub der tschechischen Touristen verwaltet. Im Gebiet wird ein Fahrradwegnetz aufgebaut. Unterkunft kann man in Hartvíkovice, Vladislav und Hroznatín finden, Saisonunterkunft bietet der Autocampingplatz auf dem Hartvíkovicer Strand am Stausee Dalešice.
Der Hartvíkovicer Strand ermöglicht hochwertiges Baden und Wassersporttreiben. Baden ist in demselben Stausee bei Třesov und Koněšín möglich, sowie in einigen Teichen und in dem einzigen Schwimmbad in Kamenná.
In der Umgebung der Teiche haben eine langjährige Tradition Erholungsaufenthalte in Privatwochenendhäusern, die stellenweise sehr zahlreich sind. Am Stausee sind nur einige Wochenendhäuser unter Koněšín übrig geblieben, in den Wäldern über dem Stausee sind leider einige geschmacklose Wochenendhausstädtchen gewachsen, die einen massenhaften Konsumtourismus in seiner ganzen Trostlosigkeit ermöglichen.

 NATURSCHUTZ

Im Gebiet gibt es einige Schutzgebiete, aber mit Hinsicht zur Erhaltung und Attraktivität der hiesigen Natur ist der Landschaftsschutz nicht sehr befriedigend.
Ein Teil des Gebiets liegt im Naturpark Třebíčsko mit den Naturdenkmälern Kobylinec bei Trnava und Pazderna bei Přeckov. In der Mikroregion gibt es einige denkwürdige Bäume. Mit Rücksicht darauf, dass es im Gebiet einige weitere interessante Naturgebilden gibt, wird es geeignet sein, weitere Schutzgebiete vorzuschlagen.

 KULTUR UND SCHULWESEN

Mit Rücksicht darauf, dass das Gebiet vor allem kleinere Sitze enthält, ist auch die Kultur in der Mikroregion weniger vertreten. Tasov ist Geburtsort des bekannten Dichters, des Priesters Jakub Deml. Die Gemeinde veranstaltet aus diesem Grund zeitweilige Gedenktreffen, die die Persönlichkeiten des Kulturlebens besuchen. Es wurde hier auch ein Literaturdenkmal errichtet. In Budišov und Koněšín sind örtliche Dilettantenbühnen tätig. Mehrere Bewohner der Mikroregion sind im Třebíčer Chor Musica Animata tätig.
In mehreren Gemeinden gibt es Kultursäle zur Abhaltung von Vorstellungen und Volksveranstaltungen.
Schulen gibt es in größeren Gemeinden, in die die Schüler aus umgebenden Sitzen gefahren kommen. In vier Schulen (Budišov, Rudíkov, Tasov, Vladislav) werden Computerlehrzimmer aufgebaut, die für Unterricht der Schüler und für Schulungen für Gemeindeämter und Bürger dienen sollen. Auch wird es hier eine Möglichkeit des öffentlichen Inernetzugriffs geben.

 RELIGION

Die Gläubigen bekennen fast ausschließlich die römischkatholische Religion (59,3% der Bewohner). 5  Pfarrbezirke sind ins Třebíčer Dekanat vereinigt, das durch Verbindung mit den ehemaligen Dekanaten von Přebyslavice und Náměšť entstand. 3  Pfarrbezirke sind neu im Dekanat von Velké Meziříčí vereinigt.
Ohne Glaubensbekenntnis sind 25,5% der Bürger der Mikroregion, die meisten, 54,9%, in Valdíkov, die wenigsten, 3,1%, in Přeckov.

 INTERESSENVEREINE

In der Mikroregion sind mehrere Interessenvereine der Bürger mit verschiedener Orientierung tätig. Es überwiegen die traditionell eingeführten Vereine.
Die am meisten verbreiteten freiwilligen Vereine und Assoziationen sind Svaz dobrovolných hasičů (Verein der freiwilligen Feuerwehrleute), Myslivecké sdružení (Jägerverein), der Sportverein Sokol, es gibt hier auch Pfadfindervereine Junák und weitere Organisationen.

 SPORT

Die Sporttätigkeit entspricht der Größe der Sitze im Gebiet.
Es wird hier fast ausschließlich Fußball getrieben. In Vladislav und Číměř spielt man auch Tischtennis. In Smrk wird Motocross getrieben, in Vladislav Eishockey gespielt. Sonstige Sportarten werden nur als Erholung betrieben.

 AUFBAU DER ERDLEITUNGSNETZE

Die Gemeinden der Mikroregion haben die Grundinfrastruktur aufgebaut, ausgenommen Kanalisierung, die stellenweise im unbefriedigenden Zustand ist.
In den meisten Gemeinden gibt es Wasserleitung und Gasleitung, es wird Kanalisierung aufgebaut, es gibt eine komplette Telefonverteilung der Firma Telecom. Man rechnet auch mit dem Aufbau von Dateninformationsnetzen. Drahtlose Verbindung wird von den Firmen Eurotel, T-Mobile und Český mobil sichergestellt, die ihre Sender im Gebiet der Mikroregion und in der Umgebung haben. Die Stromverteilung wird überwiegend mit überirdischen Leitungen sichergestellt, was die Qualität der Naturumwelt der Region einigermaßen erniedrigt.